PROGRAMM

Foto: Jüden Lügen
Begleitprogramm zur Josel-Ausstellung Vortrag von Prof. Dr. Christian Wiese, J.W. Goethe-Universität Frankfurt
In seinen Memoiren schreibt Josel von Rosheim von den Mühen, die er in Frankfurt aufwenden musste, um die Anschuldigungen Martin Luthers und seines Straßburger Mitstreiters Martin Bucer zu widerlegen. Er hätte dies gern in der direkten Begegnung mit den Reformatoren getan, das aber verweigert Luther. Dieser hatte zunächst respektvoll vom „Volk der Wurzel“ (des Alten Testaments) gesprochen, als aber seine Hoffnung, die Juden zu bekehren, trügt, verwandelt sich seine Enttäuschung in Hass auf die „Jüden und ihre Lügen“. Professor Christian Wiese zeichnet den tragischen Konflikt und dessen Folgen nach.

Das Offene Haus, Rheinstraße 31, 64283 Darmstadt
Eintritt frei

Veranstaltet von Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Darmstadt e.V., Evangelische Erwachsenenbildung, Jüdische Gemeinde, VHS Darmstadt, VHS Darmstadt-Dieburg
Foto: Radar
Lesung der Originaltexte (in deutscher Sprache)
Im 18. und 19. Jahrhundert veränderte sich das Judentum. Einerseits wirkte sich die Aufklärung in Form der jüdischen Haskala aus. Gleichzeitig gab es konservative Gegenbewegungen der Orthodoxie und des Chassidismus, der Frömmigkeit. Diese Spaltung wirkt bis heute weltweit. Am deutlichsten ist dies heute bei den größten jüdischen Gemeinschaften zu sehen. In der jüdischen Bevölkerung Israels wie auch der USA gibt es säkulare und religiöse Teile. Zu den strikt religiösen gehören die Chassidim als Teil der Ultraorthodoxen. Für sie sind religiöse Texte und Musik ein wichtiger Bestandteil des Lebens.

Dauer 2 Stunden
Radio Darmstadt, 103,4 Mhz – im Internet auf www.radiodarmstadt.de

Konzept und Produktion: Helmuth Müller, Redakteur bei Radio Darmstadt
Sendung: Jiddische LebensArbeit

26. SEPTEMBER

Foto: Laurie Beth Clark
In Erinnerung an jüdische Kinder, die den Holocaust in den Wäldern Europas überlebten
Der Verein für Internationale Waldkunst bietet einen Rundgang auf dem Waldkunstpfad zum dreiteiligen Kunstwerk „Versteckte Kinder“ von Laurie Beth Clark (USA) und anderen Kunstorten an (Dauer: 2 Stunden).
Freitag, 17. September 2021, 15 Uhr
Sonntag, 19. September 2021, 15 Uhr
Sonntag, 26. September 2021, 15 Uhr
Sonntag, 30. September 2021, 15 Uhr
Sonntag, 3. Oktober 2021, 15 Uhr
Sonntag, 10. Oktober 2021, 15 Uhr

Treffpunkt auf dem Waldkunstpfad am Waldparkplatz hinter dem Polizeipräsidium an der Klappacherstraße, 64285 Darmstadt
Eintritt: 8 €, Anmeldung bis drei Tage vor Termin per E-Mail an info@waldkunst.com oder Telefon 06151 7899537.

Veranstaltet von Verein für Internationale Waldkunst e.V.

29. SEPTEMBER

Foto: Radar
Die kulturellen Aspekte des Judentums in Deutschland wandelten sich im 19. Jahrhundert, als die jüdische Bevölkerung nach Jahrhunderten der Ausgrenzung und Verfolgung in den deutschsprachigen Gebieten die Bürgerrechte erhielt. Die Assimilation zeigte sich auch in Art und Umfang der kulturellen Aktivitäten. Das läßt sich auch am Schrifttum über kulturelle Veränderungen, Ereignisse, Personen und Einrichtungen ablesen. In dieser Sendung geht es um entsprechende Dokumente aus der Zeit um 1870, als die Deutschen jüdischer Religion die Bürgerrechte erhielten und das Deutsche Reich gegründet wurde.

Dauer 2 Stunden
Radio Darmstadt, 103,4 Mhz - im Internet auf www.radiodarmstadt.de

Konzept und Produktion: Helmuth Müller, Redakteur bei Radio Darmstadt
Sendung: Jiddische LebensArbeit

30. SEPTEMBER

Foto: Laurie Beth Clark
In Erinnerung an jüdische Kinder, die den Holocaust in den Wäldern Europas überlebten
Der Verein für Internationale Waldkunst bietet einen Rundgang auf dem Waldkunstpfad zum dreiteiligen Kunstwerk „Versteckte Kinder“ von Laurie Beth Clark (USA) und anderen Kunstorten an (Dauer: 2 Stunden).
Freitag, 17. September 2021, 15 Uhr
Sonntag, 19. September 2021, 15 Uhr
Sonntag, 26. September 2021, 15 Uhr
Sonntag, 30. September 2021, 15 Uhr
Sonntag, 3. Oktober 2021, 15 Uhr
Sonntag, 10. Oktober 2021, 15 Uhr

Treffpunkt auf dem Waldkunstpfad am Waldparkplatz hinter dem Polizeipräsidium an der Klappacherstraße, 64285 Darmstadt
Eintritt: 8 €, Anmeldung bis drei Tage vor Termin per E-Mail an info@waldkunst.com oder Telefon 06151 7899537.

Veranstaltet von Verein für Internationale Waldkunst e.V.
Foto: Arik Dov
Das Café Menschenskinder in der gleichnamigen Werkstatt für Familienkultur in Kranichstein knüpft mit seinem Format „Kneipenabend“ sowohl kulinarisch als auch musikalisch an das Festjahr an: inspiriert von der köstlichen Küche aus dem israelischen Mittelmeerraum und einem Bündel von Folksongs – von der Band Arik Dov aus Leipzig. Egal, ob man nur das Essen, nur die Musik oder beides genießen möchte, garantiert ist ein wunderbarer und ausgelassener Abend für alle!

Café Menschenskinder, Siemensstr. 3a, 64289 Darmstadt
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten
Reservierung vorab per E-Mail an cafe@menschenskinder-darmstadt.de oder Telefon 06151 – 7808048

Veranstaltet von Menschenskinder e.V.
Foto: 2021 Warner Bros.
Ein junger Mann, Jonathan, sucht in der Ukraine die Frau, die während des Zweiten Weltkriegs seinem jüdischen Großvater das Leben gerettet hat. Zunächst scheint es nur darum zu gehen, unter bizarren Umständen die Fragmente der Familiengeschichte zu rekonstruieren. Doch bald gewinnt die Reise durch eine Reihe bewegender Offenbarungen überraschend an Bedeutung: Wie wichtig ist es, Erinnerungen zu bewahren? Wie gefährlich sind Geheimnisse? Wie geht man heute mit dem Holocaust um? Was bedeutet Freundschaft? Was Liebe? (VideoMarkt)

Das Offene Haus, Evangelisches Dekanat Darmstadt-Stadt, Rheinstraße 31, 64283 Darmstadt
Eintritt: VVK 6 € / 8 € (zzgl. Gebühren); AK 9 € / 11 €

Veranstaltet von der Jüdischen Gemeinde Darmstadt in Kooperation mit dem Evangelischen Dekanat Darmstadt-Stadt

03. OKTOBER

Foto: Laurie Beth Clark
In Erinnerung an jüdische Kinder, die den Holocaust in den Wäldern Europas überlebten
Der Verein für Internationale Waldkunst bietet einen Rundgang auf dem Waldkunstpfad zum dreiteiligen Kunstwerk „Versteckte Kinder“ von Laurie Beth Clark (USA) und anderen Kunstorten an (Dauer: 2 Stunden).
Freitag, 17. September 2021, 15 Uhr
Sonntag, 19. September 2021, 15 Uhr
Sonntag, 26. September 2021, 15 Uhr
Sonntag, 30. September 2021, 15 Uhr
Sonntag, 3. Oktober 2021, 15 Uhr
Sonntag, 10. Oktober 2021, 15 Uhr

Treffpunkt auf dem Waldkunstpfad am Waldparkplatz hinter dem Polizeipräsidium an der Klappacherstraße, 64285 Darmstadt
Eintritt: 8 €, Anmeldung bis drei Tage vor Termin per E-Mail an info@waldkunst.com oder Telefon 06151 7899537.

Veranstaltet von Verein für Internationale Waldkunst e.V.

07. OKTOBER

Foto: Ariel Doron
Altersempfehlung ab 12 Jahren
Der Krieg steht vor der Tür. Höchste Zeit, ein Held zu werden! Helikopter landen, Soldaten marschieren auf. Doch die Soldaten sind aus Plastik, das Schlachtfeld passt auf einen Tisch, und die Heimat ist eine blonde Puppe, die aus der Ferne von einem Bildschirm lächelt. Mit Hilfe von handelsüblichem Spielzeug - Soldaten, Panzern, Barbies und Plüschtieren - hinterfragt Ariel Doron medial inszeniertes Heldentum. Ein witziges, absurdes Antikriegs-Puppentheater! Der Der in Deutschland lebende Israeli Ariel Doron zählt zu den erfolgreichsten Puppenspielern seiner Heimat und ist auf Festivals in der ganzen Welt eingeladen.

Freitag, 8. Oktober 2021, 10 Uhr (für Schulklassen)
Staatstheaters Darmstadt, Foyer Großes Haus, Georg-Büchner-Platz 1, 64283
Eintritt: 14 €, ermäßigt 7 €

Veranstaltet vom Staatstheater Darmstadt

10. OKTOBER

Foto: Gemeinde
Am Sonntag, den 10. Oktober lädt die Jüdische Gemeinde Darmstadt zu einem „Tag der offenen Tür“ in die Synagoge ein. An diesem Tag stehen allen interessierten Besuchern*innen das jüdische Museum und die Synagoge offen. Sie haben die Möglichkeit einen Blick in das Zentrum des jüdischen Lebens in Darmstadt zu werfen. Um 11 Uhr und 14 Uhr werden Führungen mit anschließenden Frage-Runden angeboten.

Jüdische Gemeinde Darmstadt, Wilhelm-Glässing-Straße 26, 64283 Darmstadt
Eintritt frei, Spenden erwünscht.
Teilnahme nur mit Anmeldung möglich unter https://jgdarmstadt.church-events.de (ab 13. September)

Veranstaltet von der Jüdischen Gemeinde Darmstadt
Foto: Laurie Beth Clark
In Erinnerung an jüdische Kinder, die den Holocaust in den Wäldern Europas überlebten
Der Verein für Internationale Waldkunst bietet einen Rundgang auf dem Waldkunstpfad zum dreiteiligen Kunstwerk „Versteckte Kinder“ von Laurie Beth Clark (USA) und anderen Kunstorten an (Dauer: 2 Stunden).
Freitag, 17. September 2021, 15 Uhr
Sonntag, 19. September 2021, 15 Uhr
Sonntag, 26. September 2021, 15 Uhr
Sonntag, 30. September 2021, 15 Uhr
Sonntag, 3. Oktober 2021, 15 Uhr
Sonntag, 10. Oktober 2021, 15 Uhr

Treffpunkt auf dem Waldkunstpfad am Waldparkplatz hinter dem Polizeipräsidium an der Klappacherstraße, 64285 Darmstadt
Eintritt: 8 €, Anmeldung bis drei Tage vor Termin per E-Mail an info@waldkunst.com oder Telefon 06151 7899537.

Veranstaltet von Verein für Internationale Waldkunst e.V.

12. OKTOBER

Foto: SchUM
Schpira, Warmaisa und Magenza: Die jüdischen Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz bildeten im Mittelalter einen einzigartigen Bund – SchUM –, benannt nach den Anfangsbuchstaben der hebräischen Städtenamen. SchUM prägte Architektur, Liturgien, rechtliche Entscheidungen und mythische Strömungen. Das Neue und Ewige an SchUM, seine Strahlkraft in die Region und Europa wird in einem Streifzug durch die Jahrhunderte beleuchtet. SchUM blieb ein religiöses und gelehrtes Ideal, wurde erinnert und immer wieder neu diskutiert. 2021 kann SchUM sogar UNESCO-Welterbe werden!
Referentin: Dr. Susanne Urban, seit 2015 Geschäftsführerin des SchUM-Städte e.V.

Kollegiengebäude des Regierungspräsidiums Darmstadt, Ludwig-Bergsträsser-Saal, Luisenplatz 2, 64283 Darmstadt
Eintritt frei

Veranstaltet von der Wissenschaftsstadt Darmstadt

13. OKTOBER

Foto: Brenner
Während der Weimarer Republik haben die deutschen Juden nicht nur zur allgemeinen Kultur beigetragen, sondern auch zur Herausbildung einer modernen jüdischen Kultur. Sie schufen Zentren moderner Erwachsenenbildung und versuchten die Formen zeitgenössischer Kunst und Musik mit jüdischen Traditionen zu vereinen. Dieser Vortrag beleuchtet die Relevanz dieser kulturellen Bemühungen nicht nur für die Zeit vor 1933, sondern auch für unsere heutige Zeit.
Michael Brenner ist Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Direktor des Center for Israel Studies an der American University in Washington, D.C.

Online auf der Facebookseite der Jüdischen Gemeinde Darmstadt
Kostenlose Onlineteilnahme auf www.facebook.com/jgdarmstadt

Veranstaltet von der Jüdischen Gemeinde Darmstadt

14. OKTOBER

Foto: Passbild Dr. Max Ranis, privat
An einzelnen Beispielen wird aufgezeigt, wie auch in Darmstadt Rechtsanwälte jüdischer Herkunft ab 1933 systematisch ausgegrenzt und mit Berufsverbot belegt wurden. Ihrer beruflichen und wirtschaftlichen Existenz beraubt, diffamiert und gedemütigt, wurden sie zur Flucht gezwungen oder ermordet. Vorgestellt werden in kurzen biografischen Skizzen das Leben und Schicksal von Ernst Langenbach (1884 – 1941), Dr. Max Ranis (1894 – 1943) sowie Dr. Hugo Bender (1863 – 1941) und Ernst Sondheimer (1890 -1950). Referentin: Michaela Rützel, Arbeitskreis Stolpersteine in Darmstadt

Teil 2 und 3 der Reihe am 28. Oktober und 4. November
Das Offene Haus, Rheinstraße 31, 64283 Darmstadt, Forum I und II
Eintritt frei

Veranstaltet von Arbeitskreis Stolpersteine in Darmstadt, Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Darmstadt e.V., Anwaltverein Darmstadt und Südhessen e.V.

15. OKTOBER

Foto: Sammlung Claus K. Netuschil
In dem bebilderten Vortrag von Claus K. Netuschil und der Lesung von Dorna Oladi nehmen jüdische Künstler der zwanziger Jahre in Darmstadt Gestalt an. Im lebendigen Dialog zwischen Werk und Biografie wird ihr Leben im Schicksalsjahrhundert für die jüdische Bevölkerung sichtbar. Fast alle Künstler, Hedwig Dülberg-Arnheim, Anna May-Haas, Ludwig Meidner, Jakob Kahn, Erna Pinner, Gertrud Uhlmann, Fanny Wolfskehl, gehörten zum unmittelbaren Umkreis der Dachstube und der 1919 gegründeten Darmstädter Sezession. Geplant ist eine musikalische Begleitung der Veranstaltung.

Literaturhaus Darmstadt, Vortragsraum, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt
Eintritt: 6 €

Veranstaltet von Kunst Archiv Darmstadt e.V. Archiv, Dokumentation, Kunstbibliothek und Sammlung

17. OKTOBER

Foto: Nikolaj LundEnt.
Die in Berlin lebenden israelischen und iranischen Musiker suchen mit ihrem Projekt den Dialog. Sie bedienen sich sowohl folkloristischer und religiöser Melodien aus Klezmer, sephardischer und traditionell persischer Musik als auch moderner und klassischer Kompositionen. Die unterschiedlichen Melodien und Motive, neu arrangiert mit Einflüssen von Flamenco und Jazz bis hin zu progressivem Metal, verschmelzen zu einer Musik, die etwas ganz Neues entstehen lässt und eine Brücke zwischen zwei Welten baut. Die Veranstaltung wird unterstützt vom Zentralrat der Juden in Deutschland.

Kulturzentrum Bessunger Knabenschule, Ludwigshöhstraße 42, 64285 Darmstadt
Eintritt: VVK 6 € / 8 € (zzgl. Gebühren); AK 9 € / 11 €

Veranstaltet von der Jüdischen Gemeinde Darmstadt

19. OKTOBER

Foto: Charlotte Troll
Lena Gorelik erzählt in ihrem neuen Buch romanhaft die Geschichte ihres Lebens und zeigt, wie man wird, wer man ist. Und wie man dabei eine russische, jüdische, deutsche Identität zu etwas Eigenem vereint. „Wer wir sind“ erzählt, wie eine Frau zu sich findet – und wer wir im heutigen Deutschland sind. Mit ihrem Debütroman „Meine weißen Nächte“ (2004) wurde Lena Gorelik als Entdeckung gefeiert, mit „Hochzeit in Jerusalem“ (2007) war sie für den Deutschen Buchpreis nominiert. Lena Gorelik lebt mit ihrer Familie in München.  

Stadtkirche Darmstadt, An der Stadtkirche 1, 64283 Darmstadt
Eintritt: 10 € zzgl. VVK-Gebühr. Studen*innen/Schüler*innen: 7 € zzgl. VVK-Gebühr

Veranstaltet von der Stadtkirche Darmstadt in Kooperation mit der Centralstation

20. OKTOBER

Fotos: Robert Schittko & Benjamin Weber
Die amerikanische Sängerin Megan Marie Hart eschäftigt sich schon seit langer Zeit mit jüdischen Komponisten der Grand Opera und heute unbekannteren Komponisten, die den Holocaust teils nicht überlebt haben. Mit diesem Abend möchte sie die „Jüdische Seele feiern“ und mit Ihnen auf eine gemeinsame Entdeckungsreise einer Kultur gehen, die uns allen zeigt, dass Jüdische Musik allgegenwärtig und ein selbstverständlicher Teil unserer Kultur geworden ist.

Gemeindesaal der Jüdischen Gemeinde Darmstadt, Wilhelm-Glässing-Straße 26, 64283 Darmstadt
Eintritt: VVK 6 € / 8 € (zzgl. Gebühren); AK 9 € / 11 €

Veranstaltet vom Staatstheater Darmstadt in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Darmstadt

21. OKTOBER

Foto: Ulrike Schüttler
Ruth Klügers „weiter leben. Eine Jugend“ (EA 1992) wurde ein Bestseller wie auch ihre Erinnerungen „unterwegs verloren“ (EA 2008), in denen sie auch unverblümt die erfahrenen Zurücksetzungen als Wissenschaftlerin darstellt. Nach der Shoa studierte die in Wien geborene und als Jüdin nach Theresienstadt und Auschwitz Verschleppte in den USA Germanistik und lehrte an verschiedenen Universitäten, u. a. in Princeton und Göttingen. Zu ihren Themen gehören weibliches Schreiben und Lesen und Lyrikinterpretation („Gemalte Fensterscheiben“, 2007, „Zerreißproben“, 2013).
Mitwirkende: Dagmar und Karlheinz Müller

Literaturhaus Darmstadt, Vortragssaal, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt
Einritt frei, um Spenden wird gebeten

Veranstaltet von Elisabeth-Langgässer-Gesellschaft in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Darmstadt e.V.

24. OKTOBER

Foto: Jakob Kahn
Der jüdische Friedhof von Darmstadt blickt in diesem Jahr auf eine 314-jährige Geschichte zurück. Im Jahr 1680 stimmte die damalige Landgräfin von Hessen-Darmstadt, Elisabeth Dorothea, der Anlage einer Beerdigungsmöglichkeit für Juden zu. Im Jahr 1709 wurde der jüdische Friedhof schließlich eingeweiht. Dieses Gräberfeld zählt zu den bedeutendsten Anlagen seiner Art. Udo Steinbeck lässt seit über 30 Jahren den jüdischen Friedhof und seine Geschichte für Besucher lebendig werden. In seiner Führung wird er manchen Grabstein zum Sprechen bringen und jüdische Bestattungs- und Begräbnisriten erklären.

Jüdischer Friedhof Darmstadt, Seekatzstraße, 64285 Darmstadt. Treffpunkt: Eingang
Eintritt frei, Spenden sind erwünscht
Teilnahme nur mit Anmeldung möglich unter www.jg-darmstadt.de (ab 11. Oktober)

Veranstaltet von der Jüdischen Gemeinde Darmstadt

26. OKTOBER

Foto: Seligmann
Der große Publizist und Autor Rafael Seligmann erzählt in seiner autobiografischen Romantrilogie von Hannah und Ludwig und deren Sehnsucht, nach ihrer erzwungenen Flucht in den noch jungen Staat Israel wieder in die deutsche Heimat zurückzukehren. Zusammen mit Sohn Rafael ziehen sie in das Land zurück, in dem die Vorurteile gegen Juden allerdings keineswegs der Vergangenheit angehören.
Rafael Seligmann wanderte im Alter von zehn Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland ein. Er ist Autor der ersten deutsch-jüdischen Gegenwartsromane und Gründer und Herausgeber der „Jewish Voice from Germany“.
Moderation: Martin Maria Schwarz, hr2-Kultur

Literaturhaus Darmstadt, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt
Eintritt: 6 € / 4 € (ermäßigt), Student*innen und Schüler*innen kostenlos

Veranstaltet vom Literaturhaus Darmstadt in Kooperation mit der Volkshochschule Darmstadt
Foto: Dota und Jan
Dota Kehr ist zurück! Diesmal nicht mit eigenen, sondern mit Texten der Lyrikerin Mascha Kaléko, die sie – ganz in dota’scher Manier – vertont. Inspiriert von ihren Texten, von Kalékos Willenskraft und Stärke war es der Musikerin ein Leichtes, das Gelesene in heitere Arrangements aus Jazz, Folk und Pop zu wandeln. Mascha Kaléko führte ein von Flucht und Unterdrückung getriebenes Leben. Als Dichterin mit jüdischen Wurzeln floh sie aus ihrer Heimat Galizien nach Deutschland und von dort weiter nach New York und Jerusalem. Ihre Schriften wurden im Nationalsozialismus verboten. Zugleich feiert an diesem Abend die Comic-Anthologie „Nächstes Jahr in“ ihre Premiere, die von der Wissenschaftsstadt Darmstadt unterstützt und vom Ventil-Verlag herausgegeben wird.

Centralstation, Im Carree, 64283 Darmstadt
Eintritt: VVK 23,90 €; AK 25,50 €

Veranstaltet von Centralstation

27. OKTOBER

Foto: Aleria Mitelmann
Begleitend zur Ausstellung „Ich. Max Liebermann – Ein europäischer Künstler“ wird diese aktuelle Dokumentation über den bedeutenden jüdischen Maler gezeigt. In einem anschließenden Interview berichtet die Regisseurin Susanne Brand über die Entstehung des Films.
Regie: Susanne Brand, NDR/ARTE 2019, 55 Min. (FSK 0), im Anschluss folgt ein Interview mit der Regisseurin

Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Vortragssaal, Friedensplatz 1, 63283 Darmstadt
Eintritt frei, Teilnahmekarten am Veranstaltungstag an der Museumskasse 30 Minuten vor Beginn

Veranstaltet vom Hessischen Landesmuseum Darmstadt in Kooperation mit ARTE
Foto: RaDar
Die kulturellen Aspekte des Judentums in Deutschland wandelten sich im 1. Weltkrieg und in den Anfangsjahren der neuen Republik weiter. Die Assimilation zeigte sich der Zunahme von Art und Umfang der kulturellen jüdischen Aktivitäten. Das läßt sich am Schrifttum über kulturelle Themen, Veränderungen, Ereignisse, Personen und Einrichtungen ablesen.
In dieser Sendung geht es um entsprechende Dokumente aus der Zeit um 1920, als die Deutschen jüdischer Religion sich mehr und mehr als Deutsche betrachteten und hinter dem deutschen Staat standen.

Dauer 2 Stunden
Radio Darmstadt, 103,4 Mhz – im Internet auf www.radiodarmstadt.de

Konzept und Produktion: Helmuth Müller, Redakteur bei Radio Darmstadt
Sendung: Jiddische LebensArbeit

28. OKTOBER

Foto: Cover Juden Eberstadt
Michael Zimmermann hat sich über viele Jahre mit der Geschichte der Juden und Jüdinnen in Eberstadt beschäftigt und so für die Verlegungen der dortigen „Stolpersteine“ recherchiert Sein Buch schildert in 24 Familien- und Einzelporträts die persönliche Geschichte dieser Menschen. So gelingt es ihm, die Erfahrungen von Ausgrenzung, Integration und Vernichtung an den einzelnen Schicksalen zu verdeutlichen und die ehemaligen jüdischen Bewohner*innen Eberstadts dem Dunkel des Vergessens zu entreißen.
Referent: Michael Zimmerman, Arbeitskreis Stolpersteine Darmstadt

Literaturhaus Darmstadt, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt
Eintritt frei

Veranstaltet von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Kooperation mit der Alexander-Haas-Bibliothek
Foto: Stadtarchiv Darmstadt
Der 1885 in Darmstadt geborene Benno Joseph war ein gebildeter, kluger und allseits geachteter Rechtsanwalt. Nachdem ihm 1938 wie allen jüdischen Anwälten die Zulassung entzogen worden war, wurde er als einziger Darmstädter zur Tätigkeit als sogenannter „Rechtskonsulent“ verpflichtet und war damit zur anwaltlichen Vertretung von ausschließlich jüdischen Mandanten berechtigt. Am 10. Februar 1943 wurden Benno Joseph und seine Ehefrau zusammen mit den letzten in Darmstadt verbliebenen Juden in das Ghetto Theresienstadt verschleppt, wo er am 11. April 1944 umkam.
Referentin: Dietlinde King, Arbeitskreis Stolpersteine in Darmstadt

Teil 3 der Reihe findet am 4. November 2021 statt.
Das Offene Haus, Rheinstraße 31, 64283 Darmstadt, Forum I und II
Eintritt frei

Veranstaltet von Arbeitskreis Stolpersteine in Darmstadt, Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., Gesellschaft für Christlich- Jüdische Zusammenarbeit Darmstadt e.V., Anwaltverein Darmstadt und Südhessen e.V.

31. OKTOBER

Foto: Kabraett Lori
Vorstellung in deutscher Sprache für Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren, ihre Eltern und Großeltern. Eine spannende, kultur- und lehrreiche Einführung in die Welt der Oper. Ein Theaterstück mit besonders märchenhafter Atmosphäre. Freuen Sie sich auf originelle Kostüme, tolle Opernsolisten und eine farbenfrohe Bühnendekoration. Mit freundlicher Unterstützung durch den Zentralrat der Juden in Deutschland.

Kulturzentrum Bessunger Knabenschule, Ludwigshöhstraße 42, 64285 Darmstadt
Eintritt: VVK 4 € / 6 € (zzgl. Gebühren); TK 7 € / 9 €
Veranstaltet von der Jüdischen Gemeinde Darmstadt

02/07. NOVEMBER

Foto: Theater Transit
Texte aus „Adam Hundesohn“ von Yoram Kanjuk und „Jubiläum“ von G. Tabori, Klänge & schlichte Gaben Unter dem Titel:  „Hörbar….. Spürbar“, laden wir ein in einen literarisch, musikalisch, kulinarischen Salon. Mit Texten aus „Adam Hundesohn“ von Yoram Kanjuk und „Jubiläum“ von George Tabori möchten wir an das Versöhnliche erinnern. Eine Begegnung mit Publikum und Akteur*innen in der ehemaligen Feuerbestattungshalle. Wir verführen mit „Hörbar & Spürbar“ zu Blicken ins Lichte der Tiefe. Zum Ausklang reichen wir in unserem Salon schlichte Gaben - Brot, Butter, Salz, Wasser & Wein.

Dienstag, 2. November 2021, 19 Uhr, Sonntag, 7. November, 2021, 17 Uhr
Alte Feuerbestattungshalle/Krematorium, Am Waldfriedhof, 64293 Darmstadt
Eintritt: 20 €; ermäßigt 10 € oder/und Spende
Anmeldung per E-Mail an info@theatertransit.de oder karten@lebenausgestorben.de

Veranstaltet von Theater Transit und lebenausgestorben

04. NOVEMBER

Foto: Synagoge Essen
Es gibt mehrere Verbindungen von Mitgliedern der Künstlerkolonie Darmstadt zur jüdischen Religion und Kultur. Am bekanntesten ist wohl die große Synagoge in Essen, die der Architekt Edmund Körner als Mitglied der Künstlerkolonie Darmstadt gebaut hat und die als eines der wichtigsten erhaltenen Bauwerke der jüdischen Kultur in Deutschland gilt. An dem großen Erfolg der Ausstellungen auf der Mathildenhöhe war auch die Darmstädter Hofmöbelfabrik der jüdischen Familie Trier beteiligt. In verschiedenen Kurzvorträgen werden diese einflussreichen Schöpfungen mit Bezug zum Judentum vorgestellt.

Museum Künstlerkolonie, Olbrichweg 13 A, 64287 Darmstadt
Eintritt frei, Anmeldung unter mathildenhoehe@darmstadt.de oder telefonisch unter 06151 132808

Veranstaltet vom Institut Mathildenhöhe
Foto: Freund
So lautet der Titel der Biografie von Dr. Elisabeth Krimmel über den 1898 in Darmstadt geborenen Friedrich Julius Freund. Nachdem er schwer verletzt aus dem 1. Weltkrieg heimgekehrt war, studierte er bis 1925 Jura, promovierte und wurde ein erfolgreicher und angesehener Anwalt in Darmstadt. 1936 ließ er sich in Berlin nieder, wurde 1938 in das KZ Sachsenhausen-Oranienburg und 1942 nach Theresienstadt verschleppt. Am 18. Mai 1944 wurden Dr. Fritz Freund und seine Ehefrau nach Auschwitz deportiert und ermordet. Referentin: Dr. Elisabeth Krimmel, Autorin der Biografie über Fritz Freund; Arbeitskreis Stolperseiten in Darmstadt

Das Offene Haus, Rheinstraße 31, 64283 Darmstadt, EG: Forum I und II
Eintritt frei

Veranstaltet von Arbeitskreis Stolpersteine in Darmstadt, Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V., Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Darmstadt e.V., Anwaltverein Darmstadt und Südhessen e.V.

05. NOVEMBER

Foto: Anne Neuser
Da tanzen ganz ungeniert zwei fast noch frisch Verheiratete durch den Ball im Savoy, begleichen alte Schulden, suchen nach anderen Erfahrungen, Ablenkung oder Enttarnung – verführt von der Sehnsucht des Abenteuers. So weit, so Operette. Doch der Schein trügt, denn die glitzernde Welt der Ballhäuser ist längst Geschichte. Mit herrlicher Ignoranz vor der Realität verschränkt sich die multikulturelle Melange der Savoyischen Anhänger von einer aberwitzigen Situation zu einer noch verrückteren. Und natürlich verliebt man sich auch, findet zueinander und strebt auf ein knallig-feuriges Ende zu.
Musikalische Leitung: Jan Croonenbroeck
Regie: Andrea Schwalbach

Staatstheater Darmstadt, Großes Haus, Georg-Büchner-Platz 1, 64283 Darmstadt
Eintritt: PK I: 13,50 bis 63 €

Veranstaltet vom Staatstheater Darmstadt

10/15. NOVEMBER

Foto: Rahel Varnhagen (VHS)
Rahel Varnhagens ist sowohl mit der deutsch-jüdischen als auch mit der Emanzipation der Frauen verbunden. Ihr wertvollster Impuls im intellektuellen Berlin Ende 18., Beginn 19. Jahrhundert, war der von ihr ins Leben gerufene Literarische Salon. U.a. Jean Paul, die Brüder von Humboldt, Friedrich Schlegel, Heinrich Heine und Bettina von Arnim waren Gäste in diesem Kultur-Kreis im Geist der Aufklärung und der Romantik. Der Kurs widmet sich auch der Darmstädter Jüdin Marie Trier, die nach dem Vorbild Varnhagens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen vielbeachteten Literarischen Salon in unserer Stadt betrieb, bis die Nazis sie nach Auschwitz deportierten und ermordeten.

10. November bis 12. Dezember 2021, 6 Abende, immer mittwochs von 19:00 bis 20:30 Uhr
Georg-Büchner-Schule, Niederramstädter Straße 120, 64285 Darmstadt
Eintritt: 54 €, Kursnummer: 101.04.2

Veranstaltet von der VHS Darmstadt

12. NOVEMBER

Foto: Theater Transit
Wir laden ein zur Lecture Performance „Theater des Todes“ von Tadeusz Kantor. Wir bieten eine Begegnung zwischen Publikum, Projektionen-Theatermomenten und agierenden Performer*innen. Und wir verführen zu Blicken in diese besondere Theaterwelt in der besonderen Architektur der alten Feuerbestattungshalle. Laden ein zur sehr eigenen Konzeption des „Theater des Todes“ despolnischen Künstlers Tadeusz Kantor/Krakau (verst.1988). Ann Dargies und Gudrun Libnau geben ihren persönlichen Einblick durch Interaktion und Darstellung. Zum Ausklang Gespräch, Brot, Butter, Salz, Wasser & Wein.

Alte Feuerbestattungshalle/Krematorium, Am Waldfriedhof, 64293 Darmstadt
Eintritt: 20 €; ermäßigt 10 € oder/und Spende
Anmeldung per E-Mail an info@theatertransit.de oder karten@lebenausgestorben.de
Für Interessierte bieten wir einen Workshop am Sa 13.11. von 10 - 18 Uhr und So 14.11. von 10 bis 16 Uhr.
Informationen & Kosten: www.clownsschule-darmstadt.de und ann.dargies@theatertransit.de

Veranstaltet von Theater Transit & lebenausgestorben.

14. NOVEMBER

Foto: Synagoge
Erleben Sie die facettenreiche Neue Synagoge zu Mainz am Rhein: Erfahren Sie Wissenswertes über Jüdisches Leben in Magenza. Diese vhs-Exkursion widmet sich der Architektur und Entstehungsgeschichte der Synagoge, aber auch der Bedeutung von Mainz als SchUM-Stadt.

Dauer ca. 2 Stunden
Treffpunkt: Eingang Synagogenplatz in der Mainzer Neustadt (nahe Hindenburgstraße)
Eintritt: 10 €
Voranmeldung unbedingt erforderlich: vhs@darmstadt.de

Veranstaltet von der Volkshochschule Darmstadt

16. NOVEMBER

Foto: Georg Kumpfmüller
Daniel Cohn-Bendit, der Studentenführer von einst und spätere Grünen-Politiker, hat sich sein Leben lang mit seiner europäischen Identität beschäftigt, mehr noch: sie gelebt. Wie aber definiert und reflektiert er – in der 68er-Bewegung als „deutscher Jude“ bezeichnet – seine jüdische Identität? Viele Gespräche mit der Familie und seiner Frau haben ihn dazu bewegt, sich damit auseinanderzusetzen und zu akzeptieren: „Ja, ich bin Jude und mein Jüdischsein prägt mich!“ Im Film von Niko Apel teilt er das Ergebnis seiner Suche mit uns. Im Anschluss stellt er sich dem Gespräch mit den Zuschauern.
Begleitprogramm zur Josel von Rosheim-Ausstellung

programmkino rex, Wilhelminenstraße 9, 64283 Darmstadt
Eintritt: 5 €

Veranstaltet von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Jüdische Gemeinde Darmstadt und programmkino rex

17. NOVEMBER

Foto: Soussan
Anlässlich des Jubiläumsjahrs „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ betrachtet Rabbiner Soussan die Entstehung des aschkenasischen Judentums mit Blick auf den Richtungsstreit des 19. Jahrhunderts und dessen Auswirkung bis in die Gegenwart.
Rabbiner Julian-Chaim Soussan, geb. 1968, ist seit 2013 für die Jüdische Gemeinde Frankfurt a. M. tätig. Seit 2006 ist Soussan Vorstandsbeirat der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland und seit 2019 Stellvertretender Vorsitzender im Rat der Religionen. Seine Rabbinatsausbildung absolvierte Rabbiner Soussan in Jerusalem, wo er im Jahr 2003 ordiniert wurde.

Jüdische Gemeinde Darmstadt, Wilhelm-Glässing-Straße 26, 64283 Darmstadt
Eintritt: VVK 6 € / 8 € (zzgl. Gebühren); AK 9 € / 11 €

Veranstaltet von der Jüdischen Gemeinde Darmstadt

18. NOVEMBER

Foto: Jiddische Abenteuer einer Sprache
Vor der Shoa sprachen ca. 10 Mio Menschen Jiddisch als „Mameloschen“ (= Muttersprache). Wenn sich heute in aller Welt viele für diese Sprache interessieren, so hat dies unterschiedliche Gründe, zum Beispiel sprachliche, kultur- oder literaturgeschichtliche. Viele deutsche Redewendungen und Begriffe haben jiddische Wurzeln, und die jiddische Literatur birgt viele Schätze, u. a. von Scholem Alejchem, Schalom Asch, Itzik Manger, Isaac B. Singer (Literaturnobelpreis 1978) u. v. m.
Vortragender: Karlheinz Müller.

Literaturhaus Darmstadt, Vortragssaal, Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Veranstaltet von der Elisabeth-Langgässer-Gesellschaft in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e. V.n

19. NOVEMBER

Foto: Ludwig Meidner, Selbstporträt im Gebetsmantel, Tusche, 1920
Er war der „heißeste Krater einer vulkanischen Epoche“! Der deutsch-jüdische Expressionist Ludwig Meidner ist der Inbegriff des expressiven Künstlers mit Feder, Fettkreide und Bleistift, aber auch mit dem ekstatischen Wort. Er ist der Porträtist seiner Generation. Anfang der zwanziger Jahre tritt er den „Gang in die Stille“ an, verinnerlicht sein Judentum, leidet extrem unter dem Nazi-Regime, Vertreibung und Emigration und erlebt und genießt intensiv, vor allem in seinen letzten drei Lebensjahren in Darmstadt, Respekt, Wertschätzung und künstlerischen Erfolg. Er gehört zu den wichtigsten, immer neu zu entdeckenden Künstlern des 20. Jahrhunderts. Zum Vortrag von Claus K. Netuschil liest Dorna Oladi Texte von und über Ludwig Meidner. Musikalische Begleitung.

Galerie Netuschil Darmstadt, Schleiermacherstraße 8, 64283 Darmstadt
Eintritt: 10 €

Veranstaltet von der Galerie Netuschil Darmstadt

20. NOVEMBER

Foto: Jüdisches Museum Frankfurt
In Hinblick auf die Ausstellung »Ich. Max Liebermann« diskutiert Prof. Dr. Mirjam Wenzel (Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt), Daniel Neumann (Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Darmstadt) u.a über die gesellschaftliche Rolle jüdischer Persönlichkeiten, welche in ihren Professionen in Deutschland von der Jahrhundertwende bis in die Gegenwart wirkten, wirken und nachwirken. Der Maler Max Liebermann ist dafür nur einer von vielen wichtigen Vertreter*innen. Beleuchtet wird neben der individuellen Leistung vor allem auch die Bedeutung der jüdischen Herkunft in der zeitgenössischen Gesellschaft.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Haupthalle, Friedensplatz 1, 63283 Darmstadt
10 € pro Person, ermäßigt 6 €, Vorverkauf ab 8.10.2021 über www.hlmd.de oder an der Museumskasse, begrenzte Sitzplätze

Veranstaltet von Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Foto: Torte
Klezmerklänge mit Anleihen aus Tango und Manouche-Swing - lebendig, emotional und mitreißend Hier treffen treibende Rhythmen und gefühlvolle Melodien auf raffinierte Arrangements. Mit Dynamik, Spielfreude und Witz lassen die fünf Musiker*innen ihr Publikum genau so leicht gebannt zuhören wie ausgelassen tanzen. Ihre Musik verbindet spielerisch Einflüsse aus Jazz-Manouche, Ethno Pop, Folk und Klassik und kreiert so einen einzigartigen Stil. Mit Leidenschaft bestreiten sie Auftritte bei (Straßenmusik)-Festivals, in Clubs und Konzertsälen, bei Hauskonzerten und auf Partys.

Kulturzentrum Bessunger Knabenschule, Ludwigshöhstraße 42, 64285
Eintritt: 15 €; ermäßigt 12 €

Veranstaltet vom Kulturzentrum Bessunger Knabenschule

21. NOVEMBER

Foto: Paul Henschel
Der Komponist und Pianist Itay Dvori hat mit seinen Comic-Konzerten ein „neues Genre“ (Deutschlandfunk Kultur) kreiert und tritt damit seit 2016 auf internationalen Festivals und Bühnen auf, sowohl solo als auch mit seinem yam yabasha ensemble. In Darmstadt spielt er Musik zu grafischer Literatur über prägende deutsch-jüdische Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, ein neues Programm, das er anlässlich des Festjahrs in Deutschland zusammenstellte. Die zum Teil komponierten und teils improvisierten Vertonungen verknüpfen sich mit den gleichzeitig projizierten Bildern und Texten der Comics zu einem synästhetischen Erlebnis.

Centralstation Darmstadt, Im Carree, 64283 Darmstadt
Eintritt: VVK 14,90 € (ermäßigt 10,90 €); AK 16,50 € (ermäßigt 12,50 €)

Veranstaltet von Kulturfreunde Centralstation e.V. in Kooperation mit dem Jazzinstitut Darmstadt

22. NOVEMBER

Foto: gropperfilm
Seit 1700 Jahren leben Juden und Jüdinnen in Deutschland. Auch in Darmstadt hat jüdisches Leben eine lange Tradition. Doch wie sieht eigentlich der Alltag junger Juden und Jüdinnen heute aus? Wie leben sie hier mit dem Wissen der Geschichte, mit Plänen für die Zukunft und der Suche nach der eigenen Identität? Zwischen Schabbat, Instagram und der Angst vor erstarkendem Antisemitismus. Fünf junge Darmstädter Jüdinnen und Juden nehmen uns mit in ihre ganz persönlichen Lebenswelten und erzählen aus ihrer Perspektive, was für sie „jüdisch sein“ bedeutet. 2021 mitten in Deutschland.
Filmprojekt von Christian Gropper und Barbara Struif

Centralstation Darmstadt, Im Carree, 64283 Darmstadt
Eintritt frei

Veranstaltet von Kulturfreunde Centralstation e.V

24. NOVEMBER

Foto: Radar
Jakob Wassermann (1873 – 1934), ein deutscher Erzähler jüdischer Herkunft, war ein zu Lebzeiten viel gelesener Erzähler, Essayist und Romancier in Deutschland und Österreich. Seine Themen waren die deutsch-jüdische Identität und die Überzeugung, seine Literatur könne ein neues, gerechtes und humanes Menschentum fördern. Er erlebte die Phasen der Assimilation der jüdischen Bevölkerung. Er sah aber immer auch die Schwierigkeiten der Doppelidentität von Judentum und Deutschtum in einer Person bei verstecktem und offenem Antisemitismus. Ronald Klingler analysiert die Autobiographie des Autors.

Dauer 2 Stunden
Radio Darmstadt, 103,4 Mhz und im Internet auf www.radiodarmstadt.de

Konzept und Sprache: Ronald Klingler, Produktion: Helmuth Müller, Redakteur bei Radio Darmstadt, Sendung: Jiddische LebensArbeit

25. NOVEMBER

Foto: Anna Meuer
Hans Neumann ist ein Phänomen. Der Sozialdemokrat aus jüdischem Elternhaus in der schlesischen Hauptstadt Breslau war in seiner bildungsbürgerlich aufgestellten Familie eine rote Ausnahme. Neumann sah als linker Sozialdemokrat in den 1930er Jahren in Bezug auf das NS-Regime manches schärfer und klarer als der Rest seiner Familie. Er flieht nach Prag im Jahr 1936. Damit beginnt für ihn eine zehnjährige Odyssee im Kampf gegen Nationalismus und Faschismus. Und er muss nach der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht die Frage beantworten, wo er und seine Familie zukünftig leben wollen. Das Tragische wie Ermutigende dieser Biographie ist vorzüglicher Lese- und Denkstoff gleichermaßen.

Literaturhaus, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt (Vortragssaal)
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Veranstaltet von Paul-Hermann Gruner und der Gesellschaft Hessischer Literaturfreunde e.V.

28. NOVEMBER

Foto: Frei
Zum Abschluss der Festjahresreihe in Darmstadt präsentieren Karsten Troyke und das Trio Scho Yiddish Tango, Russian Swing und Songs aus Berlin von gestern bis heute. Als einer der bedeutendsten Interpreten jiddischen Liedguts wird Troyke vor allem nachgesagt, dass er mit den schwierigsten Texten und ambivalenten Gefühlslagen spielen kann. „SCHO“ (russisch „schto“) ist ein Slang-Wort und heißt so viel wie „Was soll sein?!“ – und für Trio SCHO bedeutet es „Wir machen Musik, unsere Musik!“ 1991 in Poltava gegründet und seit 1994 in Berlin. Zum Repertoire des Trios gehören russische Lieder aus den „Goldenen Zwanzigern“ bis in die Jetzt-Zeit. Mit freundlicher Unterstützung durch den Zentralrat der Juden in Deutschland.

Centralstation Darmstadt, Im Carree, 64283 Darmstadt
Eintritt: VVK 16,90 € / 20,90 €; AK 18 € / 22 €

Veranstaltet von der Jüdischen Gemeinde Darmstadt in Kooperation mit der Centralstation Darmstadt

AUSTELLUNGEN

Foto: Disputation 1488, Stadtbibliothek Colmar
Lernen Sie die faszinierende Persönlichkeit des „Befehlhaber der teutschen Judenheit“ kennen! Dem elsässischen Rabbiner, Händler und Geldverleiher gelingt es durch sein diplomatisches Geschick, seine Netzwerkerei und seinen guten Draht zu Kaiser Karl V. über 40 Jahre lang immer wieder, jüdische Gemeinden oder Einzelne vor Vertreibung und falschen Anschuldigungen zu schützen. Die Ausstellung beschreibt auch Josels aufregendes zeitgeschichtliches Umfeld.
Prof. Friedrich Battenberg (TU Darmstadt) gehört zu den ausgewiesenen Kennern von Person und Wirken Josels. Er stellt ihn bei der Eröffnung vor.

Das Offene Haus, Rheinstr. 31, 64283 Darmstadt

Veranstaltet von Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Darmstadt e.V., Evangelische Erwachsenenbildung und Jüdische Gemeinde, VHS Darmstadt, VHS Darmstadt-Dieburg
Foto: Kunstsammlungen Zwickau, Max-Pechstein-Museum, Foto-Atelier Lorenz
Als treibende Kraft der deutschen Kunst des 19. Jahrhunderts war der jüdische Maler Max Liebermann in ganz Europa vernetzt. Er verband die deutsche mit der französischen und holländischen Kunst auf eindrucksvollem Wege. Er hat den Realismus beeinflusst und den deutschen Impressionismus geprägt. Aber wer war er wirklich? Das Hessische Landesmuseum zeigt das vielfältige Werk des Künstlers sowie Gemälde seiner großen Vorbilder in einer bisher nie zuvor gesehenen Fülle. Dazu haben zahlreiche nationale und internationale Leihgeber*innen sowie Privatsammler*innen beigetragen.

Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Friedensplatz 1, 63283 Darmstadt
Eintritt: 12 €, ermäßigt 8 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei
Das Ticket berechtigt auch zum Besuch der Ständigen Sammlung

Veranstaltet vom Hessischen Landesmuseum Darmstadt
Foto: Cod. Or. 8 - ULB
Jüdisches Kulturgut vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert in einer virtuellen Ausstellung Handschriften, Bücher und Druckgrafiken zeugen vom reichen Anteil der jüdischen Bevölkerung am kulturellen Erbe in Südhessen, Deutschland und Europa. In Darmstadt reicht das Spektrum von der mittelalterlichen Pessach-Haggadah über frühneuzeitliche Judenordnungen bis hin zur Literatur der Aufklärung und des jüdischen Vereinslebens im 20. Jahrhundert. Die Ausstellung thematisiert vielfältige Aspekte von Religion und Brauchtum, Recht und Organisation, Musik und Literatur aber auch von Antijudaismus und Antisemitismus im Laufe der Jahrhunderte.

Veranstaltet von TU Darmstadt und Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt

RAHMENPROGRAMM

Foto: Antje Herden
Ich werde noch meschugge. Was ist das nur für ein Tohuwabohu? Siehst du die mauschelnden Ganoven? Du ausgekochtes Schlitzohr. Es gibt viele Wörter, die wir benutzen, und die auf die hebräische Sprache zurückgehen. Manche geraten etwas in Vergessenheit. So wie „Tohuwabohu“, das große Durcheinander, von dem vielleicht nur noch die Großeltern reden. Andere kommen neu hinzu, wie „masel tov“, das „viel Glück“ bedeutet. Im Schreibworkshop gehen wir nach solchen jüdischen Wörtern auf die Suche, wir halten sie oder entdecken sie neu und schreiben Kurzgeschichten drum herum.

Jahrgangsstufen 4 und 5; Größe der Gruppe: eine Schulklasse. Dauer: 2 x 2 Schulstunden, auch digital möglich. Drei Workshops können in Reihenfolge der Anmeldung kostenlos angeboten werden, Anfragen per E-Mail an: info@centralstation-darmstadt.de

Veranstaltet von Kulturfreunde Centralstation e.V.
Foto: Jens Rotzsche
Wir machen einen kurzen Comic von 2-4 Seiten und bekommen dabei einen Einblick in Characterdesign und Storytelling. Auch die Bereiche: Zeichnen, Anatomie, Proportionen, Perspektive, Dramaturgie, Bildausschnitte, grafisches Erzählen ... werden angerissen. Man muss gar nicht besonders gut zeichnen können, um Comics zu machen. Auch mit Strichmännchen kann man tolle Geschichten erzählen.

Jahrgangsstufen 7 bis 12, Größe der Gruppe: eine Schulklasse, Dauer: 3 x 2 Schulstunden, auch digital möglich
Drei Workshops können in Reihenfolge der Anmeldung kostenlos angeboten werden, Anfragen per E-Mail an: info@centralstation-darmstadt.de

Veranstaltet von Kulturfreunde Centralstation e.V.
Foto: Jörn Heilmann
Graffitis sind fester Bestandteil unseres Alltags. Als Sinnbild kreativer Ausdrucksweise haben sie sich im Stadtbild, in Kunst und Werbung fest etabliert. In unserem Workshop haben die Teilnehmer*innen Gelegenheit, Techniken von Streetart und Graffiti unter professioneller Anleitung experimentell zu er-proben. Geläufige Begriffe jiddischer Sprache und ggf. Symbole aus dem jüdischen Kulturkreis stehen hierbei im Fokus. Zum Abschluss erhält jeder Teilnehmer ein individuell gestaltetes „meschugge-T-Shirt“ als Erinnerung (weißes T-Shirt bitte individuell mitbringen).

Größe der Gruppe: 10 Teilnehmer*innen plus Lehrkraft, Dauer: 3 Stunden
Drei Workshops können in Reihenfolge der Anmeldung kostenlos angeboten werden, Anfragen per E-Mail an info@centralstation-darmstadt.de

Veranstaltet von Kulturfreunde Centralstation e.V.
Gestaltung: Studio Krimm, Berlin
Begleitend zur Ausstellung erscheinen in der Podcast-Reihe des HLMD drei Folgen mit unterschiedlichen Themen und interessanten Interviewpartner*innen:
5. Folge (Veröffentlichung im Juli 2021):
„Ich. Max Liebermann…“ Vom Wannsee-Garten bis zu Modern Gardening
Dr. Martin Faass im Gespräch u. a. im Gespräch mit Anne Petersen, Chefredakteurin des Magazins „Salon“
6. Folge (Veröffentlichung im September 2021):
„Ich. Max Liebermann…“ Jüdisches Leben in Deutschland um die Jahrhundertwende
Dr. Martin Faass im Gespräch mit Anne Petersen, Chefredakteurin des Magazins „Salon“ und Sven Lieberenz, Gärtner der Liebermann-Villa.
7. Folge (Veröffentlichung im November 2021):
»Ich. Max Liebermann…« Heimat in Europa©!? Jugendliche und ihr Blick auf einen Begriff mit langer Tradition Podcast mit einer Schulklasse aus Darmstadt und spannenden Gesprächspartner*innen

Veranstaltet vom Hessischen Landesmuseum Darmstadt
Foto: Wellnitz
Stefan Zitzmann, Betreiber des Wellnitz am Kantplatz in Darmstadt, fühlt sich der jiddischen Kultur Deutschlands und Osteuropas in vielfältiger Weise verbunden. Aus diesem Grunde ist es ihm ein Herzensanliegen, zum Festjahr einen kulinarischen Teil beizutragen. Schwerpunkt soll die aschkenasische Küche, die Küche der osteuropäischen Juden, sein, die stets ein wenig im Schatten der Sephardischen steht.

Eine Woche lang bietet das Wellnitz „Klassiker“ wie gefillte Fisch oder Tscholent an, genaueres entnehmen Sie bitte ab Oktober den sozialen Medien oder der Homepage.

Montag, 4.Oktober bis Sonntag, 10. Oktober 2021, ab 18 Uhr
Wellnitz – Café & Bar, Lauteschlägerstraße 4, 64289 Darmstadt
Reservierungen unter 06151 6699255

Veranstaltet von Wellnitz – Café & Bar
Foto: Michael Burrows, pexels
Das Michel‘s Daily Delicious ist eine beliebte Mittagslocation für Darmstädter*innen mit gutem Geschmack. Täglich gibt es hier von 11.30 bis 14.30 Uhr eine wechselnde Mittagskarte sowie die leckere Frischetheke mit veganen Salat-Bowls, Sandwichs, verführerischen Kuchen und frischen Säften. Passend zum Festjahr haben sich die Köche Rodrigo und Ramon einen besonderen Speiseplan ausgedacht und bieten eine Woche lang Köstlichkeiten von A wie Adaschin (Linsen), über F wie Falaffel, bis hin zu Z wie Zimmes. Am besten, man isst sich die ganze Woche durch die Gerichte, eine Reservierung ist zu empfehlen.
Samstag, 6. November bis Donnerstag, 11. November 2021, ab 11.30 Uhr
Mittagstisch im Michel‘s Daily Delicious
Karlstraße 1, 64283 Darmstadt
Reservierungen unter: 06151 6015155

Veranstaltet von Michel‘s Daily Delicious
Foto: Ventil-Verlag
Wer hörte je vom berüchtigten jüdischen Räuberhauptmann Abraham Picard, dem sich selbst Schinderhannes unterordnete? Oder von der 1947 gegründeten jüdischen Berufsfachschule Masada in Darmstadt, in der Jugendliche, die Krieg und die Konzentrationslager überlebt hatten, auf ein Leben in Israel vorbereitet wurden?

Im Rahmen der von der Stadt Darmstadt ausgerichteten Feierlichkeiten zum bundesweiten Festjahr „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“ entsteht die Anthologie „Nächstes Jahr in“, für die ungewöhnliche Episoden jüdischen Lebens zusammengetragen und in Comicstrips übersetzt werden. Ein Panorama jüdischer Geschichte in Deutschland – ein Blick auf die Vielfalt des Judentums.

Ohne Klischees zu bedienen blicken die Zeichner*innen auf religiöse Rituale, jüdische Kunst und Kultur, auf Alltagsantisemitismus, Verfolgung und Widerstand und nicht zuletzt auf jüdischen Humor. Mit Beiträgen von Barbara Yelin, Simon Schwartz, Moni Port, Hannah Brinkmann, Tobi Dahmen, Tine Fetz, Elke Renate Steiner, Büke Schwarz, Marie Hübner, Ka Schmitz, Hansjörg Brehm und anderen.

Meike Heinigk, Antje Herden,
Jonas Engelmann, Jakob Hoffmann (Hg.)
Nächstes Jahr in Comics und Episoden des jüdischen Lebens Erscheint im Ventil Verlag

Hardcover, farbig
Ca. 25 € (D), 25,70 € (A), 35,50 CHF
ISBN: 978-3-95575-159-3
Oktober 2021

ÜBER UNS

Initiatoren des Festjahres sind die Wissenschaftsstadt Darmstadt, die Jüdische Gemeinde Darmstadt sowie der Kulturfreunde Centralstation e.V.
Das Programm wird ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

Logos Über Uns

Herausgeber:
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Amt für Vielfalt und Internationale Beziehungen
Bad Nauheimer Straße 4
64289 Darmstadt

Visuelle Gestaltung:
Leander Lenz & Julia Wißwesser
mail@leanderlenz.de

Umsetzung der Webseite:
Vanmartensen – Digitale Konzepte
www.vanmartensen.com

Programmkoordination:
Iris Bachmann / Wissenschaftsstadt Darmstadt
Lutz Fichtner / Hessisches Landesmuseum
Vera Freund / Darmstadt Marketing
Meike Heinigk / Centralstation
Ludger Hünnekens / Wissenschaftsstadt Darmstadt
Patricia Latorre / Amt für Vielfalt und Internationale Beziehungen
Daniel Neumann / Jüdische Gemeinde Darmstadt
Kirsten Uttendorf / Staatstheater Darmstadt

Texte: 
Die Veranstalter*innen

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie vielen Darmstädterinnen und Darmstädtern ist bewusst, dass der jüdische Architekt des Berliner Pergamon-Museums der Darmstädter Alfred Messel war, der auch das Hessische Landesmuseum am Karolinienplatz gestaltete? Und dass der ebenfalls in Darmstadt geborene Jude Friedrich Gundolf der meistgelesene Germanist zu Zeiten der Weimarer Republik war? Wer weiß, dass der deutsch-jüdische Expressionist Ludwig Meidner seine drei letzten Lebensjahre Mitte der 1960er Jahre in Darmstadt verbrachte? Und dass das bedeutendste kulturelle Zentrum des mitteleuropäischen Judentums im Mittelalter sich nur ein paar Kilometer entfernt von Darmstadt in den Jüdischen Gemeinden Speyer, Worms und Mainz befand?

Wir knüpfen mit unserem Festjahr „100 Tage, 1700 Jahre!“ an bislang verschüttete jüdische Geschichten in und um Darmstadt an und möchten jüdisches Leben in Darmstadt sichtbar machen. Wir möchten Interesse für das jüdische Kulturerbe unserer Stadt wecken und damit auch die jüdische Identität Darmstadts stärken. Es gibt sehr vieles zu entdecken und zu erfahren, wenn wir gemeinsam 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland hier bei uns in Darmstadt feiern: das Programm des Festjahres umfasst rund 50 Veranstaltungen, darunter der Liederabend „Famous Musicians of Jewish Origin“ mit der Sopranistin Megan Marie Hart zur Eröffnung im Staatstheater am 5. September, die Ausstellung „Ich. Max Liebermann – Ein europäischer Künstler“ mit Rahmenprogramm im Landesmuseum, die Radiosendung „Jüdinnen in Darmstadt“ von Mathilde on Air, eine Exkursion der Volkshochschule zur Synagoge Mainz, einen Jiddisch-Schreibworkshop für Kinder sowie ein Konzert mit der Liedermacherin Dota Kehr, die Gedichte von Mascha Kaléko in der Centralstation vertont. Zwei Projekte begleiten uns über den gesamten Zeitraum des Festjahres: eine Comic-Anthologie zum Thema, gestaltet von Künstler*innen aus Darmstadt und darüber hinaus und ein Dokumentarfilm über das Festjahr von und mit jüdischen Jugendlichen aus Darmstadt.

Auschwitz, der organisierte Massenmord an 6 Millionen Juden und Hunderttausenden Sinti und Roma in Europa, ist ein beispielloses Menschheitsverbrechen, ein Zivilisationsbruch. Die Zeit des Nationalsozialismus war auch ein vollständiger Bruch in der europäischen Geistes- und Kulturgeschichte, die viele jüdische Künstler*innen und Wissenschaftler*innen seit Jahrhunderten bereichert und weiterentwickelt hatten. Auch bei uns in Darmstadt. Damit werden wir uns ebenfalls in verschiedenen Veranstaltungen auseinander setzen.

Es ist ein umfangreiches, ein ungewöhnliches, ein vielfältiges und ein phantasievolles Programm, das die Wissenschaftsstadt, die Centralstation und die Jüdische Gemeinde in Kooperation mit dem Hessischen Staatstheater und dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt sowie mit vielen zivilgesellschaftlichen Vereinen und Einzelpersonen auf die Beine gestellt haben.
Ich freue mich darauf, dieses Festjahr mit Ihnen zu feiern und gemeinsam mit Ihnen dieses wichtige Zeichen gegen Antisemitismus und für ein sichtbares jüdisches Leben in unserer Stadt zu setzen.

Mit besten Grüßen
Jochen Partsch
Oberbürgermeister

1700 Jahre jüdisches Leben in 100 Tagen. Es ist eine Herausforderung und eine Unmöglichkeit. Schließlich geht es darum, jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart auf deutschem und Darmstädter Boden zu beleuchten. Und da fangen die Schwierigkeiten schon an. Denn was sind Juden eigentlich? Wir sind Teil eines uralten Stammes, eines Volkes, einer Religion, einer Ethnie, einer Schicksalsgemeinschaft. Mal mehr, mal weniger. Es gibt uns gläubig wie atheistisch, traditionalistisch wie progressiv, links wie rechts, reich wie arm, klug wie dumm, kapitalistisch wie kommunistisch, egoistisch wie altruistisch. Wir sind liberal, konservativ oder orthodox, meistens aber paradox. „Jews are like everyone else, only more so” meinte Lionel Blue. Stimmt! Und auch wieder nicht! Und der amerikanische Philosoph Milton Himmelfarb schrieb sinngemäß: „Wir sind das kleinste Volk, wie es heißt. Und dennoch erscheinen wir größer als unsere bloße Zahl. Große Dinge scheinen mit unsund um uns herum zu geschehen.“ Die Welt kann ein Lied davon singen. Denn diese habenwir maßgeblich beeinflusst. Wir haben verändert, investiert, geopfert, befruchtet und beigetragen und wurden vertrieben, verachtet, missioniert, zwangskonvertiert oder vernichtet. Aber wir sind immer noch da. Wir sind ein bisschen wie das Licht. Man kann uns ausblenden, aber wir verschwinden nicht. Wir sind mal Welle und mal Teilchen und vor allem beides zusammen. In jedem Fall schwer zu beschreiben. Und noch schwerer zu verstehen! Aber wir sind da. Und vielleicht gelingt in 100 Tagen ja das Unmögliche. Zumindest ein bisschen davon.
 
Daniel Neumann
Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Darmstadt
In diesem Jahr feiern wir bundesweit das 1700-jährige Bestehen der jüdischen Gemeinde in Deutschland. Wie an vielen Orten in Deutschland haben sich auch in Darmstadt wichtige Institutionen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zusammengeschlossen, um dieses Ereignis gemeinsam zu begehen. Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain freut sich, das in Darmstadt geplante und vielfältige Programm unterstützen zu können – von Ausstellungen, Konzerten, Vorträgen, Theaterperformances, kulinarischen Abenden, Filmbeiträgen bis hin zu Führungen und vielem mehr.  Als zentraler Kulturförderer im Rhein-Main-Gebiet ist es uns wichtig, jüdische Geschichte und Tradition sowie die Vielfalt jüdischen Kulturlebens heute sichtbar zu machen, Dialoge anzustoßen und Antisemitismus entgegenzuwirken. 
 
Karin Wolff
Geschäftsführerin
Kulturfonds Frankfurt RheinMain

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